Der dunkle Herbst kehrt ein voll Frucht und Fülle, 
Vergilbter Glanz van schönen Sommertagen.
Ein reines Blau tritt aus verfallener Hülle:
Der Flug der Vögel tönt von alten Sagen.
Gekeltert ist der Wein, die milde Stille
Erfüllt vons leiser Antwort dunkler Fragen

[...]

Bald nisten Sterne in des müden Brauen;
in kühle Stuben kehrt ein still Bescheiden
Und Engel treten leise aus den Bluaen
Augen der Liebenden, die sanfter Leiden.
Es rauscht das Rohr, anfällt ein knöchern Grauen,
Wenn schwarz der Trau tropft von den kahlen Weiden.

Georg Trawl, 'Der Herbst des Einsamen'



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